Loti's Weblog
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Home is where my friends are...


Wenn du
am Morgen aufstehst
dann sage Dank
für das Morgenlicht,
für dein Leben
und die Kraft,
die du besitzt.
Sage Dank
für deine Nahrung
und die Freude,
am Leben zu sein.
Wenn du
keinen Grund siehst,
Dank zu sagen,
liegt der Fehler bei dir.


(Tecumseh)



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Bisher wichtigstes Datum:

28. Juli 2009


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Was mir im Moment fehlt:

- ein Boot
- ein Wohnwagen
- ein Aquarium
- der Sommer


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Mein Sinn des Lebens:

Der Sinn des
Lebens ist es,
den Hinweisen
zu folgen,
um seinen eigenen
Weg zu finden,
glücklich zu sein.




Teil 2 - Ertrinkende sind doof!

- - - Na? Wer traut sich zu, diesen Text bis zum Ende zu lesen? *grinzzz* - - -

Nachdem sich seine Augen schlossen, sah er zu seiner Verwunderung vor sich gar seltsame Geschehnisse wie einen Film ablaufen:

"Wir sterben nicht aus, wir sterben nicht aus..." singt Linus vor sich hin. Der Eichhornmann ist guter Dinge, denn heute ist ein besonders schöner Tag. Zum ersten Mal nach der langen Winterruhe konnte er sich ohne dicke Jacke aus dem Haus wagen. Was seine Stimmung aber zum äußersten treibt ist die Tatsache, dass neben seinem großen Baum, in dessen Gipfeln in den vergangenen Zeiten ein wunderschöner großer Kobel entstanden war, nun ein kleinerer Baum gewachsen war.
Das allein ist noch nicht der Grund für eine positive Stimmlage. Eichhörnchen sind ja bekanntlich von Natur aus sehr neugierige Tiere. Und da kommt so ein neuer Baum gerade recht.
Es ist zwar so, dass Linus sich im alten Baum prinzipiell geborgen und zuhause fühlt, der Weg in die Krone ist allerdings recht beschwerlich und wenn es manchmal stürmt, ist er sich nicht mehr so sicher, ob er wirklich in dem großen, mächtigen Baum leben möchte.
Der kleine Baum hingegen lockt durch das Neue und Unbekannte. Er scheint leicht zu erklimmen, ist überschaubar und man kann sich nicht verklettern. Es gibt natürlich auch für Linus sehr sichtbare Nachteile. So muss das Vertrauen und die Geborgenheit neu hergestellt werden und es ist unsicher, ob der kleine Baum die Kraft hat, sein Gewicht zu tragen. Man muss dazu sagen. dass Linus kein kleines und leichtes Eichhorn ist. Er ist schon ein richtiger Brocken und es dürfte nicht leicht sein, sein Gewicht zu tragen. Es ging auch einige Zeit dafür drauf, sich diesen großen und starken Baum auszusuchen.
Nun steht Linus also am Scheideweg.
Für Menschen wäre alles wieder gar kein Problem. Ein Mensch würde die Arme ausbreiten und mit den Fingerspitzen links den großen und rechts den kleinen Baum berühren können. Nicht so unsere lieben kleinen Nager.
Ein klitzekleines, für Menschenaugen kaum sichtbares, Trampelpfädchen gabelte sich einige Meter vor beiden Bäumen und Linus steht recht durcheinander und mit Kribbeln im kleinen Bäuchlein vor der schweren Entscheidung. Links zum großen oder rechts zum kleinen Baum? In Gedanken spielt er die Situation durch.
Was wäre, wenn er den großen Baum verließe und zum kleinen wechselte? Der große Baum würde ja schwerlich weglaufen können und sein Kober befand sich ja hoch oben im Gehirn des Gehölzes. Dessen konnte er sicher sein.

- - - Die Hälfte dieser Geschichte ist hier zuende! Wer nicht mehr weiter lesen möchte, möge hier aufhören! - - -

Was wäre, wenn er sich für den kleinen Baum entscheiden würde und dieser wird seinen Ansprüchen nicht gerecht? Dann würde er einfach wieder zum alten Baum zurück krabbeln.
Was wäre, wenn ihm der kleine Baum nicht genügt und er sich geistig vom großen Baum bereits verabschiedet hätte? Diese Frage beantwortet sich Linus nicht mehr, die Neugierde zieht ihn bereits zum überschaubaren neuen Bäumchen. Unterwegs trifft er einen alten Kumpanen, dem er kurz von seinem Unterfangen berichtet. Dieser warnt ihn vor dem Unbekannten. Kleine und simpel gestrickte Bäumchen haben alle den selben Makel, erklärt der wesentlich erfahrungsreicher erscheinde Eichhornkumpel. Die jungen Bäumchen haben sich noch nicht komplett ausgerichtet, wiegen sich im Wind stark hin und her und haben ihre Wurzeln noch gar nicht tief genug im Boden verankert. Linus dankt ihm und stockt. Noch war es nicht zu spät zurück zu gehen. Ach was, sei kein Frosch, denkt er bei sich- wohlwissend, dass er dies ohnehin nicht war.
Bei jedem Schritt auf den Kleinbaum hinauf wird er sicherer. Er merkt, wie er sich auf dem Bäumchen wohler und wohler fühlt und der alte Baum schien aus seinen Gedanken zu entweichen. Nur wenn Wind aufkommt dann hört Linus seinen alten Baum mit allen Blättern und Zweigen rufen. Und jedes Mal wird Linus aufs Neue unsicher, ob die Entscheidung, den alten Baum zu verlassen, richtig war. Nur noch ganz kurz ist er davor, mit dem alten Baum abzuschließen. Er schließt die Augen. Der Baum unter ihm schien sich zu schütteln, als wollte er zeigen, dass die Fundamente nicht ausreichen. Gedanklich steigt Linus bis an die Spitze des Bäumchens, die natürlich schnell erreicht ist. Er weiß nicht weiter. Platz für ein richtiges Eichhornnest ist hier wahrlich nicht. Aber kommt diese Entscheidung nicht zu spät? Er scheint zu spüren, wie der ihm altbekannte Baum seine Äste zu ihm rüberstreckt und ihn zurück rufen möchte. Das Altebekannte ist verlockend. Ihm fehlt ein wirklich real wärmendes Zuhause. Er entschließt sich den Sprung auf den Ast des großen Baumes zu wagen- nimmt Anlauf- springt- aber der Anlauf war zu kurz. Die Äste des kleinen Bäumchens waren zu kurz. Und so fällt er und fällt und fällt...

Den mit Speerspitzen und Krokodilen aufgefüllten Boden kann Linus nicht mehr erreichen, denn die wirren Eichhorngedanken eines kleinen, gerade ertrinkenden, Meerschweinchens werden gestoppt, als die alles verschlingende Ohnmacht langsam einsetzt. Sein letzter Gedanke ist "Wer alles möchte, der hat am Ende unter Umständen nichts!"...

9.5.08 13:38
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Worm77 / Website (9.5.08 14:34)
Wieder eine Lebensweisheit, die Du sehr schön in eine nette Geschichte verpackt hast. Und wieder kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Du einer der Protagonisten bist... :-)
LG
Markus

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Zweifle nicht
am Blau des Himmels
wenn über deinem Dach
dunkle Wolken stehen!


(aus Indien)



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-am Elbstrand sitzen, die nackten Beine ins Wasser baumeln lassen, unter der Wärme der untergehenden Sonne die Zigarre bei einem leckeren Softdrink genießen

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-am frühen Morgen kurz nach Sonnenaufgang auf einem See in einem Boot liegen, in den Himmel schauen und die Geräusche der Natur genießen

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-abseits der Zivilisation nachts am Lagerfeuer sitzend die hereinbrechende Kälte der Nacht spüren und zuhören, wie die nächtlichen Gesänge der nachtaktiven Tiere beginnen

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-mit einem Freund an einem warmen Sommerabend in einer leeren Bar einen leckeren kalten Cocktail genießen

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-nach einem anstrengendem Tag allein mit meinem Schatz auf die Couch kuscheln und einen gemütlichen Abend genießen


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